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07.02.2017

Jahresempfang mit Abschied: Gesundheitsminister Gröhe lobt Pionierarbeit in Bethel


Dr. Rainer Norden, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, Pastor Ulrich Pohl, Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Ingeborg von Schubert, Dr. Matthias Ernst (v.l.n.r.)

Leitende Mitarbeiter eingesegnet

Hielt die Festrede: Hermann Gröhe, MdB

“Wir müssen das Gesundheitswesen, dem die Menschen vertrauen, schrittweise modernisieren. Die Krankenhäuser in Bethel leisten bei dieser Entwicklung Pionierarbeit.“ Als Festredner beim Jahresempfang des Ev. Krankenhauses Bielefeld (EvKB) und Krankenhauses Mara ließ Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe keinen Zweifel daran, wie eng in Bethel Geschichte und Zukunft im Gesundheitswesen verknüpft sind. Ein spannender Diskussionsstoff für die gut 200 Gäste, darunter Mitarbeitende und Partner aus Politik, Kirche und Gesundheitswesen, die in den historischen Festsaal ins Assapheum gekommen waren. » Video

Auch wenn sein Terminkalender im Stundenrhythmus getaktet ist, gestand Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe beim Jahresempfang des Ev. Krankenhauses Bielefeld: „Ich bin super gerne gekommen. Ich hatte das ja vor einiger Zeit versprochen und wollte natürlich als Rheinländer den Westfalen die Gewissheit geben, dass wir Wort halten.“ So launig begann der Bundesminister seinen Festvortrag vor gut 200 Gästen im Assapheum Bethel. Gröhe, der in seiner Heimatstadt Neuss selbst sieben Jahre lang Vorstand einer diakonischen Einrichtung war, verknüpfte die Geschichte Bethels mit der Weiterentwicklung des aktuellen Gesundheitswesens. „Christen sind nur dann glaubwürdig, wenn sie helfen. Und das passiert in Bethel. Niemand wird ausgeschlossen. Gerade im Krankenhaus wird die Herausforderung einer älter werdenden Gesellschaft angepackt. Hier wird Pionierarbeit durch Programme wie help+ geleistet, in dem man sich auf ältere Patienten einstellt, und sie zusätzlich unterstützt.“

Klare Worte in der Medizin

Eine Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen, die in der deutschen Krankenhauslandschaft berücksichtigt werden müssen. „Die Menschen vertrauen dem Gesundheitswesen. Um das nicht zu erschüttern, können wir eine Gesundheitsreform nur schrittweise umsetzen.“ Ein Eckpfeiler dieser Reform, so Gröhe, sind Verknüpfungen von ortsnahen Versorgern mit Spezialeinrichtungen. „Wir brauchen ein kluges Netz. Wenn sich ein kleines Krankenhaus im ländlichen Raum mit einem größeren Zentrum vernetzt, ist das kein Widerspruch.“

Interdisziplinäre Arbeit, verständliche Sprache in der Medizin, Modernisierung der Pflege sowie professionelle Beratung, wie sie im EvKB unter anderem durch Krankenhaus-Ethiker seit Jahren geleistet werden, sind weitere Stichworte, die die Zukunft im Krankenhauswesen bestimmen werden. „Also wenn wir Krankenhäuser in ihrem Auftrag beschwören, dann wird es nicht anders gehen, das ist auch meine Überzeugung, dass wir mehr Geld in die Hand nehmen, um genügend Frauen und Männer für die Arbeit zu gewinnen und die die Zuwendung gewährleisten, auf die Patientinnen und Patienten, gerade auch ältere Patientinnen und Patienten angewiesen sind.“

Schlussendlich, so Gröhe, sind im Krankenhaus der Zukunft die dort arbeitenden Menschen entscheidend. So sieht das auch Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, der in seinem Grußwort kurz und knapp formulierte: „Ich könnte gerade im Jubiläumsjahr jede Menge sagen – aber auf den Punkt gebracht: Ich danke allen Mitarbeitenden für die großartigen Leistungen.

Auch Dr. Rainer Norden dankte den Mitarbeitenden für Ihr Engagement. Der Geschäftsführer des EvKB blickt zufriedenen auf das vergangene Jahr zurück: „Man schenkt uns Vertrauen. Wir haben im vergangenen Jahr mehr Patienten behandelt als in den vergangenen sieben Jahren. Dieses Vertrauen verpflichtet uns zur Weiterentwicklung“, so Norden, der die Gelegenheit nutzte und vor den zahlreichen Gästen verkündete: „Heute haben wir den Bescheid der Bezirksregierung Detmold bekommen, dass das EvKB eine Kinder- und Jugendpsychiatrie bewilligt bekommen hat.“ Begeisterter Applaus! Norden machte in seiner Begrüßung weiterhin deutlich, dass die finanzielle Ausstattung des Krankenhauses vor allem durch Spenden und Nachlässe Freiräume eröffne. „Wir kümmern uns auch um die, die wir nicht heilen können, die aber zu uns gehören.“ Ein diakonischer Ansatz, der die Nähe zwischen Krankenhaus und Bethel verdeutlicht.

Abschied vom Namen

Im Jubiläumsjahr rückt man noch näher zusammen, was sich in der Namensänderung Ev. Klinikum Bethel manifestiert. „Der neue Name für das Krankenhaus zeichnet die enge Verbundenheit zu Bethel, dem Haus Gottes, schärfer“, formulierte Pastor Dr. Ingo Habenicht in seiner Predigt beim Gottesdienst in der Zionskirche Bethel, die dem Jahresempfang direkt vorausging und in dem Dr. Nicole Frommann, theologische Direktorin im EvKB, und Geschäftsführer Norden die neuen leitenden Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen, herzlichst begrüßten.

Aktuelle Zahlen

Die Krankenhäuser (EvKB und Krankenhaus Mara) haben in den vergangenen Jahren ihren Umsatz stetig erhöht (2014: 294 Millionen Euro, 2015: 304 Millionen Euro). Der Jahresabschluss für 2016 ist noch nicht finalisiert. Aktuell wird für das Geschäftsjahr ein Umsatzwert von 315 Millionen erwartet.

2016 wurden 19,7 Millionen Euro in folgende Baumaßnahmen investiert:

  • Erneuerung der Stationen im Zentrum für Behindertenmedizin des Krankenhauses Mara
  • Neubau der Rehabilitationsklinik für anfallskranke Menschen im Krankenhaus Mara
  • Diverse Stationsmodernisierungen in den Häusern Gilead I, Johannesstift, Gilead III und Gilead IV
  • Einrichtung einer postoperativen Intermediate Care-Station (Überwachungsstation) im Haus Gilead I

In den nächsten Jahren sind über 100 Millionen Euro Investitionen geplant.

Fortgesetzt werden 2016 die im Sommer gestarteten Bauarbeiten am neuen Südostflügel am Haus Gilead I. Das Ergebnis des Architektenwettbewerbs für das neue Kinderzentrum liegt gerade frisch auf dem Tisch und wird in diesem Jahr detailliert besprochen. Baubeginn für den geplanten Leuchtturm der Kindermedizin wird 2019 sein.

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