Krankenhaus Mara

 
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16.10.2012

Welttag der Handhygiene am 5. Mai


Mithilfe der „Schwarzlicht-Box“ können die Mitarbeiter im Krankenhaus Mara die Sauberkeit ihrer Hände überprüfen und sehen, ob sie die Händedesinfektion beherrschen. Leuchten die Hände unter dem UV-Licht hell, sind sie optimal desinfiziert. Alle dunklen Stellen weisen Reinigungslücken auf.

„Die Hände sind das meistgebrauchte medizinische Instrument“, so Dr. Ulrich Pfaff, leitender Abteilungsarzt der Behindertenmedizin im Krankenhaus Mara. Die Händedesinfektion sei daher lebensnotwendig. In der Theorie wisse dies jeder, die Praxis sehe jedoch anders aus, angeblich werde jede zweite Desinfektion nicht durchgeführt. Um die Hygiene in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen und Kindergärten zu verbessern hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den 5. Mai als Welttag der Handhygiene ausgerufen.

„Früher gab es komplexe Desinfektionstechniken, die schwer verständlich waren“, erzählt Dr. Pfaff. Bei derartig komplizierten Verfahren sei es nicht weiter verwunderlich, dass es Reinigungslücken und fehlerhafte Anwendungen gegeben habe. „Heute wird eher auf die eigenverantwortliche Handreinigung gesetzt“, erklärt er. Das Gerücht, dass häufiges Händedesinfizieren schlecht für die Haut sei, räumt der Arzt aus dem Weg. „Es ist nicht das Desinfektionsmittel, das die Haut reizt, sondern zu häufiges Händewaschen.“

Mittlerweile gebe es viele Aktionen, auch im Krankenhaus Mara, die das Personal für Handhygiene sensibilisieren sollen. Aber nach Ansicht von Dr. Pfaff müsse auf diesem Gebiet in Zukunft noch mehr gemacht werden. Es sei nicht nur wichtig, die Mitarbeiter auf die Problematik hinzuweisen, sondern auch die Arbeitsorganisation und die Kommunikation untereinander weiter zu optimieren. „Ärzte sollten sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und mit gutem Beispiel vorangehen“, appelliert Dr. Pfaff. Momentan sehe die Realität noch anders aus: Das Pflegepersonal schneide im Vergleich besser ab. Mit der Einführung des Welttages der Handhygiene im Jahr 2009 sei ein Anfang gemacht. „Die Zahlen der jährlichen Infektionen in Krankenhäusern deutschlandweit zeigen aber, dass noch mehr getan werden muss“,  so Dr. Pfaff.

Nach Schätzungen der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft infizieren sich jährlich eine halbe Million Menschen mit „Krankenhauskeimen“. Eine erschreckende Zahl, vor allem da 15 bis 30 Prozent der Fälle durch gründliche Hygienemaßnahmen vermieden werden könnten.


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