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PD Dr. Christian Ole Feddersen | Chefarzt
Burgsteig 13 | Haus Gilead I 33617 Bethel
Tel.: 05 21|7 72-7 74 99
Fax: 05 21|7 72-77498
Mail: Christian.Feddersen@evkb.de
Pneumologie
Die Pneumologie befasst sich mit den Erkrankungen der Lunge und der Atemwege. Als einzige Klinik in Bielefeld verfügt die Innere Medizin im Haus Gilead I über pneumologische Betten im Krankenhausplan des Landes Nordrhein-Westfalen. Chefarzt Prof. Dr. Rainer Kolloch besitzt die Weiterbildungsermächtigung zur Ausbildung von Lungenfachärzten.
In der Abteilung werden Patienten mit allen Erkrankungen der Lunge und Atemwege behandelt, wie Lungenentzündungen, Tuberkulose, chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen (Asthma bronchiale, chronische Bronchitis, Lungenemphysem), Erkrankungen des Lungengerüstes, Krebserkrankungen der Lunge und Atemwege, Erkrankungen des Rippenfells und berufsbedingte Krankheiten der Atemorgane.
Die Abteilung führt alle modernen endoskopischen Untersuchungsverfahren der Atemwege durch, beispielsweise Spiegelung der Atemwege (Bronchoskopien) und des Rippenfells (Thorakoskopien), bei denen neben einer Entnahme von Gewebeproben auch therapeutische Eingriffe (z. B. Argon-Plasma-Koagulation von Tumorgewebe zur Wiedereröffnung von verschlossenen Atemwegen, Stentimplantationen, thorakoskopische Talkumverödung von bösartigen Pleuraergüssen etc.) möglich sind.
Die Untersuchung der Lunge und des Rippenfells durch Ultraschall (Sonographie) hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, besonders in der Diagnostik ungeklärter Flüssigkeitsansammlungen im Brustkorb (Pleuraergüsse). Im modernen Lungenfunktionslabor werden Einschränkungen der Leistungsfähigkeit der Atemorgane durch differenzierte Untersuchungsverfahren (Bodyplethysmographie, CO-Diffusionsmessung, Provokationsteste), auch unter Belastung (Spiroergometrie, Rechtsherzkatheter), erkannt. Eine Überprüfung der eingeleiteten Behandlung ist mit diesen Verfahren unkompliziert möglich.
Für Patienten mit Asthma bronchiale wird ein dreitägiges Schulungsprogramm angeboten, bei dem die Teilnehmer mehr über ihre Krankheit erfahren und Anleitungen zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag bekommen. Die Diagnostik allergischer Erkrankungen und deren Behandlung gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Erwachsene Patienten mit cystischer Fibrose werden in regelmäßigen Abständen in der Abteilung gesehen und behandelt. In enger Kooperation mit der Kinderklinik können damit CF-Patienten von frühester Kindheit bis ins Erwachsenenalter im Hause betreut werden.
Im Schlaflabor (siehe auch nachfolgenden Absatz) werden Menschen mit schlafbezogenen Atemstörungen (obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom) untersucht und auf eine Nasen-Masken-Beatmung (CPAP-Therapie) eingestellt.
Patienten mit akuter und chronischer Erschöpfung der Atemmuskulatur können auf eine unterstützende Masken-Beatmungstherapie (nicht-invasive Ventilation), auch als Heimbeatmungstherapie, eingestellt werden.
Enge Kooperationen in der Behandlung krebskranker Patienten bestehen zur Hämatologie und Onkologie sowie zur Abteilung für Thoraxchirurgie der Chirurgischen Klinik. Viele diagnostische Verfahren (Computertomographie des Brustkorbes, gezielte Gewebeprobeentnahmen aus der Lunge unter Röntgen-Kontrolle etc.) erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologie.
In der Diagnostik und Therapie von Bronchial-Krebserkrankungen beteiligt sich die Pneumologische Abteilung an wissenschaftlichen Studien.
Seit Anfang 2006 besteht in Gilead I unser neues, interdisziplinäres Lungenzentrum Bethel.
Schlafmedizin/Schlaflabor
Der Bereich Pneumologie betreibt seit vielen Jahren ein von der deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) akkreditiertes Schlaflabor.
An drei Untersuchungs- und Behandlungsplätzen werden neben Ableitungen der Hirnströme des Patienten (EEG) auch Herz- und Atemfunktionen, Schnarchgeräusche, Bewegungen und der Sauerstoffsättigungswert im Körper bestimmt. Durch die Bestimmung dieser Messwerte kann in Zusammenhang mit den Beschwerden des Patienten eine genaue Diagnose der zugrunde liegenden Störung des Schlafes gestellt und eine adäquate Behandlung eingeleitet werden.
In der überwiegenden Zahl der Behandlungsfälle leiden die Patienten an einem obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom, dem so genannten „krankhaften Schnarchen“, bei dem es neben dem Schnarchgeräusch zu wiederholten Atempausen während des Schlafes kommt. Durch diese Atempausen wird der Schlaf des Patienten nachhaltig gestört, es resultiert eine Befindlichkeitsstörung am Tage mit vermehrter Tagesschläfrigkeit und nachlassender Leistungsfähigkeit in Verbindung mit einem erhöhten Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen.
Nach Diagnosestellung kann in der darauf folgenden Nacht direkt mit der Behandlung begonnen werden, in der Regel mit einer Überdruckbeatmung über eine Nasenmaske, der so genannten CPAP-Therapie, die dazu führt, dass das Schnarchen und die Atempausen unterdrückt werden.
Patienten, bei denen nach einer ambulanten Voruntersuchung die Verdachtsdiagnose eines obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms gestellt wird, werden von ihrem behandelnden Arzt zur weiterführenden Behandlung im Schlaflabor angemeldet.
Auch weitere Krankheitsbilder können im Schlaflabor diagnostiziert und behandelt werden, beispielsweise Patienten mit restless-legs-Syndrom oder mit Narkolepsie.
Patienten mit Schwäche der Atemmuskulatur und unzureichender Sauerstoffsättigung während der Nacht können im Schlaflabor auf eine kontrollierte Beatmung durch eine Nasenmaske (so genannte nicht-invasive Beatmung) eingestellt werden.








