| Titel: | Fortbildung für EvKB-Mitglieder
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| Ort: | Bielefeld |
Fremde Kulturen verstehen lernen
Elf Stationsleiterinnen des Ev. Krankenhauses Bielefeld (EvKB) absolvierten jetzt eine vierteilige Fortbildung in „interkultureller Kompetenz“. Sie wollen künftig noch besser auf die Bedürfnisse von PatientInnen aus anderen Kulturen eingehen können.
Sprachprobleme sind nicht das einzige Hindernis für Integration. In der multikulturellen Gesellschaft prallen unterschiedliche Traditionen und Verhaltensweisen oft hart aufeinander. Unverständnis, Vorurteile oder Unwissenheit sorgen für Konflikte im Umgang mit Migranten. Gerade im Krankenhaus steht das Personal täglich vor der Herausforderung, PatientInnen unterschiedlicher Herkunft zu pflegen und zu behandeln. In dieser oft hautnahen Beziehung spielt die Prägung der Menschen eine besonders wichtige Rolle.
Elf Stationsleiterinnen aus dem Ev. Krankenhaus Bielefeld entschlossen sich daher für eine viertägige Fortbildung in „interkultureller Kompetenz“. Themen waren dabei das Kennenlernen fremder Kulturen, Kommunikation und Konfliktmanagement. Veranstalter war die Innerbetriebliche Fort- und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit dem Migrationsfachdienst im Ev. Johanneswerk. Die Teilnehmerinnen kamen aus unterschiedlichsten Bereichen des EvKB. Gemeinsam war ihnen das Interesse, sich mit anderen Kulturen auseinander zu setzen.
Eine wichtige Erkenntnis der Veranstaltung war für die Beteiligten, dass negative Erfahrungen mit Menschen aus anderen Kulturkreisen nicht zu einer Ablehnung führen dürfen. Das Bemühen, das „Anders sein“ zu verstehen, sollte im Vordergrund stehen. Beispielsweise bei jenen afrikanischen Patienten, die zu 9.30 Uhr-Terminen regelmäßig zwischen 9 und 11 erscheinen, ein Ärgernis für Krankenhaus-MitarbeiterInnen mit engen Terminplänen. „Das war aber auch meine Erfahrung in Ghana mit allen Bussen und Schiffen,“ sagt Katja Griwatz aus Mara. „Die fuhren irgendwann! So gesehen ist der Umgang mit Terminen ein bisschen zu erklären.“
Das Feedback der Teilnehmerinnen und auch der Trainer Natascha Thye und Vassilios Lemonidis fiel rundum positiv aus. „Eine der besten Fortbildungen, die ich je hatte,“ lobt Katja Griwatz insbesondere den offenen und konstruktiven Austausch. Nach den positiven Erfahrungen mit dieser ersten Reihe will das EvKB weitere Fortbildungen folgen lassen.
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