Krankenhaus Mara

 
Suchen
Behandlung

Behandlung

Das Therapiespektrum für Menschen mit Anfallserkrankungen umfasst vorrangig die folgenden Behandlungsmethoden:

Medikamentöse Behandlung
Epilepsiechirurgische Behandlung
Vagus-Nerv-Stimulation
Ketogene Diät
Psychotherapeutische Behandlung
Ergotherapie
Sport- und Physiotherapie


Medikamentöse Behandlung

Medikamentöse Behandlung

Prinzipiell wird versucht, die Epilepsie mit einem einzigen Medikament zu behandeln. Bei dieser sogenannten Monotherapie wird das Antiepileptikum in seiner Dosis solange schrittweise erhöht, bis entweder keine Anfälle mehr auftreten oder die Verträglichkeitsgrenze erreicht ist. Monotherapien sind in der Regel besser verträglich als Kombinationsbehandlungen, die deshalb nur bei erwiesener besserer therapeutischer Wirkung gegeben werden. Die Erfahrung zeigt, dass bei einer rechtzeitigen fachkundigen Behandlung sehr gute Chancen auf Anfallsfreiheit bestehen.

Nach oben


Epilepsiechirurgische Behandlung

Epilepsiechirurgische Behandlung

Voraussetzung für die Epilepsiechirurgie ist die Präoperative Diagnostik, in der Möglichkeiten und Vorgehensweisen einer Operation genau definiert werden. Bei der eigentlichen Operation wird dann das Hirngewebe entfernt, in dem die Anfälle ihren Ursprung haben. Bei den meisten Patienten wird durch die Operation Anfallsfreiheit erreicht. Hirnareale, in denen wichtige Funktionen (z.B. Sprache, Gedächtnis) liegen, werden möglichst geschont. Daher kann das Therapieziel Anfallsfreiheit nicht immer erreicht werden. Die häufigsten Eingriffe werden am Schläfenlappen (ca. 65%) durchgeführt, gefolgt von Eingriffen am Stirnlappen (ca. 20%) und Eingriffen am Scheitel- bzw. Hinterhauptslappen (ca. 10%). Bei kleinen Kindern sind nicht selten größere Eingriffe nötig, die übergreifende Hirnareale umfassen.

Nach oben


Vagus-Nerv-Stimulation

Die Stimulation des Vagusnervs im Halsbereich (vereinfachend wird auch von "Hirnschrittmacher" gesprochen) kann eine positive Wirkung auf Epilepsien zeigen. Die Erfolgsaussichten entsprechen ungefähr denen einer medikamentösen Behandlung. Die Vagus-Nerv-Stimulation ist vor allem bei medikamentös oder epilepsiechirurgisch nicht ausreichend behandelbaren Epilepsien angezeigt.

Nach oben


Ketogene Diät

Die ketogene Diät ist eine fettreiche und kohlenhydratarme Kost. Sie kann bestimmte Formen der Epilepsie günstig beeinflussen. Kommt die Ketogene Diät für den jeweiligen Patienten in Frage, muss das richtige Verhältnis zwischen Fett- und Kohlenhydrataufnahme individuell berechnet werden. Im Krankenhaus Mara gibt es Diätassistentinnen, die genaue Anleitungen für eine Ketogene Diät geben und die Patienten bei der Einhaltung unterstützen.

Nach oben


Psychotherapeutische Behandlung

Psychotherapeutische Behandlung

Die psychotherapeutische Behandlung unterstützt Patienten, bei deren Anfallserkrankungen psychische und soziale Einflüsse eine besondere Rolle spielen. Ergänzend zur medikamentösen Therapie sollen eigene Einwirkungsmöglichkeiten auf Anfälle und auf die Lebenssituationen erarbeitet werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten tiefen- und verhaltenspsychologisch sowie familientherapeutisch. Grundlage der Behandlung ist neben einer genauen Anfallsdiagnostik und entsprechender Therapie die Erfassung der jeweiligen besonderen Persönlichkeitsprobleme und deren Wechselwirkungen mit der Anfallserkrankung.

Nach oben


Ergotherapie kochen
Ergotherapie Speckstein bearbeiten
Ergotherapie werken

Ergotherapie

Schwerpunkt der Ergotherapie ist es, spezifische Fähigkeiten des Patienten zu fördern, die für die Ausübung eines Berufes erforderlich sind. Gemeinsam mit den Betroffenen werden zunächst Grundfertigkeiten und Ressourcen sowie ihre Wechselwirkung mit der Anfallssituation und der medikamentösen Therapie erfasst. Das Spektrum der Erprobungsmöglichkeiten schließt handwerkliche, theoretische, gestalterische und administrative (Bürotätigkeiten) Aufgaben ein. Darüber hinaus sollen Haushalts- und Kochtraining Hilfestellungen zum selbständigen Leben geben. Bei mehrfach behinderten Patienten ist die genaue Verhaltensbeobachtung und Dokumentation zur Unterscheidung von Anfallsnachwirkungen, Überdosierungserscheinungen und Verhaltensauffälligkeiten wichtig.

Nach oben


Sporttherapie | Physiotherapie

Sporttherapie | Physiotherapie

Viele epilepsiekranke Menschen sind sportlich nicht aktiv, obwohl körperliche Aktivität häufig die Anfallsbereitschaft verringert. Im Rahmen der Ergotherapie können mehrere Sportangebote wahrgenommen werden. Dazu zählen Laufen, Schwimmen,  Gymnastik- und Entspannungsgruppen. In der Kinderabteilung sind eine Krankengymnastin und eine Ergotherapeutin tätig, um Eltern bzw. Betreuungspersonen in Bezug auf Hilfsmittelversorgung und Fördermöglichkeiten bei motorischen und sensorischen Entwicklungsproblemen zu beraten. Im Einzelfall werden ergänzend Behandlungen nach Bobath sowie Mund-Esstherapien, Therapien zur sensorischen Integration oder auch psychomotorische Übungsbehandlungen angeboten.

Nach oben

© 2017 Krankenhaus Mara