Krankenhaus Mara

 
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Unsere Pflege-Grundsätze

Das Krankenhaus Mara widmet seine Arbeit vor allem Menschen mit Epilepsie oder mit Behinderungen, Patienten im Wachkoma sowie Menschen mit HIV-Infektionen und Suchterkrankungen. Kinder und Erwachsene unterschiedlichster Herkunft erhalten hier Beratung, Behandlung und Pflege. Sie werden betreut, unterstützt und begleitet. Eltern und Angehörige sind aktiv in diesen Prozess eingebunden.

In enger Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen wirken unsere Pflegekräfte verantwortlich bei Prävention, Diagnostik, Behandlung, Heilung und Linderung von Krankheiten mit.

Für alle Pflegenden im Krankenhaus Mara gelten die folgenden Pflege-Grundsätze. Sie dienen der Weiterentwicklung des gesamten Arbeitsfeldes Pflege und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung einer interdisziplinären und zukunftsfähigen Patientenversorgung.


Menschenbild und Werte

Arzt untersucht alte Frau

Auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes wird der Mensch in seiner Einmaligkeit, seiner Würde und in dem Recht auf Entfaltung seiner Persönlichkeit in allen Lebensphasen respektiert. Für die Pflegenden im Krankenhaus Mara ist der Ethik-Kodex der Internationalen Vereinigung der Pflegenden (ICN) handlungsleitend. Danach ist die Achtung der Menschenrechte, einschließlich des Rechts auf Leben, Würde und respektvolle Behandlung, untrennbarer Bestandteil der Pflege.

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Pflegeverständnis und der theoretische Bezugsrahmen

Das Pflegeverständnis im Krankenhaus Mara beinhaltet vier grundlegende Aufgaben:

  • Gesundheit fördern
  • Krankheit verhüten  
  • Krankheit und Behinderung in das alltägliche Leben integrieren
  • Leiden lindern

Ziel pflegerischer Interventionen ist es, Krankheitsfolgen und Reaktionen auf Krankheiten günstig zu beeinflussen. Dabei gilt es, die individuellen Grenzen der Belastbarkeit des jeweiligen Patienten anzuerkennen. In die Bestimmung von Pflegemaßnahmen und -zielen werden die Patienten und ihre Bezugspersonen aktiv einbezogen.

Unser pflegetherapeutischer Ansatz bezieht den biographischen Krankheitsverlauf sowie wichtige soziale und häusliche Gegebenheiten in die Pflege ein. Auf diese Weise wird der pflegebedürftige Mensch in seiner Selbstbestimmung unterstützt. Die individuellen Ressourcen des pflegebedürftigen Menschen werden erfasst und sind Ausgangspunkt für seine Förderung und Entwicklung. Können pflegebedürftigen Menschen ihren Willen nicht mehr selbst äußern, unterstützen die Pflegenden den Prozess, den mutmaßlichen Willen der Patienten zu ermitteln.

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Führungsverständnis

Unser Verständnis von Personalführung ist im Besonderen von den „Grundsätzen für Zusammenarbeit und Führung in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel“ bestimmt. Danach sind folgende Kernfunktionen die Grundlage des Pflegemanagementkonzeptes:

  • Unterstützung und Förderung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen
  • Kommunikation, Partizipation und Kooperation
  • Gestaltung und Optimierung der Arbeitsstrukturen und -prozesse
  • Ziel- und qualitätsgerechte Erbringung von Leitstungen

Entsprechend dieser Grundsätze gelten folgende Punkte für die Pflegenden im Krankenhaus Mara:

  • einander achten
  • Orientierung geben
  • Zeichen setzen
  • Information und Transparenz wechselseitig gewährleisten
  • persönlich kommunizieren
  • Verantwortung aktiv wahrnehmen
  • Prozesse bewusst gestalten
  • Beteiligung und Mitverantwortung fördern
  • Wandel als Chance begreifen
  • Rückmeldungen und Konflikte konstruktiv nutzen
  • dauerhaft lernen

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Prozessverantwortung

Prozessverantwortung

Pflegende in Mara sind aktiv an der Weiterentwicklung patientenorientierter Behandlungsprozesse beteiligt. Ziel ist es, die Zahl der pflegerischen Ansprechpartner für die Patienten zu reduzieren. Dazu werden den Patienten verbindliche Pflegekräfte als Bezugspersonen zugeordnet. Im Hinblick auf die Arbeitsorganisation im Pflegebereich steht die Entwicklung dezentraler Strukturen im Vordergrund.

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Pflegeentwicklung und Pflegeforschung

Mit Hilfe der Pflegewissenschaft werden die Qualität und die Wirksamkeit der Pflege geprüft, gesichert und weiterentwickelt. Die Pflegenden beteiligen sich selbst an der Einführung und Weiterentwicklung nationaler Expertenstandards und übertragen sie in den Berufsalltag.

Der Pflegeprozess wird anhand von Pflegediagnosen gesteuert. Mit Hilfe der wissenschaftlich qualifizierten Pflegeexperten werden unterschiedliche pflegerische Aufgaben bearbeitet. Dazu gehören die Umsetzung nationaler und internationaler Anforderungen an die Gestaltung professioneller Pflege sowie die Forschung zu Phänomenen der Pflege bei Menschen mit Behinderungen und Epilepsie. In enger Zusammenarbeit mit dem Pflegemanagement wird hier Forschung, Qualitätsentwicklung, Weiterbildung, strategische Personalentwicklung, Prozess- und Projektmanagement für die Pflege betrieben. Regelmäßige Kontakte und Kooperationen mit Hochschulen werden gepflegt und dienen der Weiterentwicklung pflegerischen Wissens.

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Pflegerische Aus-, Fort- und Weiterbildung

Der Pflegeberuf ist anspruchsvoll und bedarf einer Vielzahl differenzierter Qualifikationen. Um den sich wandelnden Anforderungen gewachsen zu sein, benötigen unsere Pflegekräfte ein umfassendes Aus-, Fort- und Weiterbildungssystem, das sich flexibel den aktuellen Anforderungen anpasst. An dieser Weiterentwicklung beteiligt sich die Pflege in Zusammenarbeit mit der Innerbetrieblichen Fort- und Weiterbildung und im Rahmen einer verbindlichen Kooperation mit den Ev. Ausbildungsstätten für Gesundheitsberufe in Bielefeld.

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Pflege und Wirtschaftlichkeit

Unsere Pflegekräfte stehen in der Verantwortung, hohen Qualitätszielen gerecht zu werden und dabei die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Einrichtung einzuhalten. Um diese Ziele zu erreichen, beteiligen sie sich aktiv an der Weiterentwicklung ausgewählter berufsgruppenübergreifender Konzepte, die die Prozessverantwortung der Pflegenden vor Ort stärken.

Zu diesen Konzepten gehören die Bezugspflege (Primary Nurse), die Epilepsiefachassistenz (Epilepsie Nurse), die Differenzierung der pflegerischen Kompetenzen in den Pflegebereichen sowie das neue Aufnahme- und Entlassungsmanagement, allesamt zeitgemäße Lösungen, die einerseits eine Entwicklung pflegerischer Verantwortung fördern, andererseits auch den aktuellen wirtschaftlichen Zielen gerecht werden.

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